Forschung

Migräne verstehen und behandeln: Symptome, Auslöser, Therapie und wirksame Vorbeugung

Migräne ist eine neurologische Erkrankung mit wiederkehrenden Attacken. Der Kopfschmerz kann pulsieren, Bewegung erschweren und von Übelkeit sowie einer ausgeprägten Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen begleitet sein. Manche Menschen erleben zusätzlich eine Aura mit Seh-, Gefühls- oder Sprachstörungen. Die Beschwerden reichen damit weit über einen gewöhnlichen Kopfschmerz hinaus. Eine sorgfältige Diagnose und ein persönlicher Behandlungsplan können die Belastung deutlich verringern. Entscheidend ist die Verbindung aus passender Akuttherapie, Vorbeugung, Beobachtung individueller Muster und einem klaren Vorgehen für Notfälle. Pauschale Verbotslisten oder das wahllose Wechseln von Medikamenten helfen dagegen selten und können neue Probleme verursachen.

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Vanillin aus E-Zigaretten könnte Embryonen in der Frühentwicklung schädigen

Vanillin, ein weit verbreiteter Aromastoff bei E-Zigaretten, dürfte bei schwangeren Frauen die normale Entwicklung der Embryonen stören. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie unter der Leitung von Forschern der University of California Riverside gekommen. Das dürfte erklären, warum das Dampfen in einem Zusammenhang mit Problemen bei der Empfängnis und Fehlgeburten steht. Die Wissenschaftler untersuchten menschliche embryonale Stammzellen. Diese sind den Zellen von Embryonen ähnlich, die drei Wochen alt sind. Im Labor wurde eine ganze Reihe an Tests durchgeführt. Daher können die Ergebnisse nicht einfach auf schwangere Frauen übertragen werden. Laut der leitenden Forscherin Prue Talbot von der University of California Riverside konzentrierte sich das Team auf Vanillin, da es weit verbreitet ist und häufig in hohen Konzentrationen verwendet wird. Bereits bekannt war, dass embryonale Zellen mit TRPV4 auf ihren Oberflächen über einen Kanal verfügen, der sich wahrscheinlich an das Vanillin anbinden würde.

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Neues Verfahren bestimmt das biologische Alter deutlich präziser als bisherige Methoden

Das neue Tool TAGS (Transcriptomic Aging Gene Scores) ist in der Lage, das biologische Alter einer Person genauer zu bestimmen als bisher. Der kombinierte Ansatz basiert auf der Analyse epigenetischer Uhren und wurde von einem US-Forscherteam unter Leitung der USC Leonard Davis School of Gerontology entwickelt. In mehreren Fällen sagte TAGS Gesundheitsergebnisse wie Gebrechlichkeit, Gehgeschwindigkeit, Herzleiden, Diabetes, Erkrankungen der Lunge und den Tod besser voraus als die epigenetischen Uhren alleine. Was messen epigenetische Uhren tatsächlich? Diese Labortests sind als Tool zur Untersuchung des biologischen Alters zunehmend beliebt. Die zugrunde liegenden biologischen Mechanismen waren bisher jedoch weitgehend unbekannt. Forscher der USC Leonard Davis School of Gerontology und ihre Fachkollegen haben die Schwankungsbreite dabei untersucht, was die fünf am häufigsten eingesetzten epigenetischen Uhren wirklich feststellen. Zusätzlich entwickelten die Forscher auf der Genexpression basierende Uhren als Ergänzung der bestehenden Modelle, die bei der Prognose von altersbedingten Erkrankungen und der Sterblichkeit noch besser abschnitten.

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Bluthochdruck im Blick: Werte richtig messen, Risiken erkennen und Behandlung verstehen

Bluthochdruck entwickelt sich häufig unbemerkt. Viele Betroffene fühlen sich gesund, während der erhöhte Druck über Jahre Gefässe, Herz, Gehirn, Nieren und Augen belastet. Eine einzelne auffällige Messung beweist jedoch noch keine arterielle Hypertonie. Erst wiederholte, korrekt erhobene Werte und eine medizinische Beurteilung ermöglichen eine zuverlässige Diagnose. In der Schweiz ist Bluthochdruck weit verbreitet und betrifft mit zunehmendem Alter einen grösseren Teil der Bevölkerung. Regelmässige Kontrollen, eine passende Behandlung und Veränderungen im Alltag können das Risiko für Folgeerkrankungen deutlich senken. Entscheidend ist ein langfristiges Vorgehen: Werte dokumentieren, mögliche Ursachen abklären und verordnete Medikamente konsequent einnehmen.

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Exoskelett Eve erhält Zulassung und eröffnet neue Chancen für Menschen im Rollstuhl

Mit einem Exoskelett namens „Eve“ können Menschen, die wegen einer Rückenmarksverletzung auf den Rollstuhl angewiesen sind, in Zukunft wieder laufen – allerdings nur über ebene Flächen. Das Hightech-Gerät hat kürzlich die Zulassung in den USA durch die Food and Drug Administration (FDA) bekommen. Dem waren drei klinische Studien vorausgegangen, in denen der Entwickler Wandercraft, ein französisches Medizintechnik- und Robotik-Unternehmen, dessen Eignung nachweisen konnte.

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Der richtige Zeitpunkt fürs Kind: Fruchtbarkeit, Gesundheit und persönliche Lebensziele

Erst die Ausbildung abschliessen, beruflich Fuss fassen, eine passende Wohnung finden und die Beziehung festigen: Vor der Familiengründung möchten viele junge Menschen möglichst viele Voraussetzungen erfüllen. Der Wunsch nach Kindern ist deshalb keineswegs verschwunden. Er wird häufig auf einen späteren Lebensabschnitt verschoben. Doch gibt es überhaupt den perfekten Zeitpunkt für ein Kind? Eine allgemeingültige Altersgrenze lässt sich nicht festlegen. Persönliche Wünsche, Partnerschaft, Lebenssituation und Gesundheit spielen zusammen. Wer auf vollständige Sicherheit wartet, kann allerdings lange warten. Elternschaft bleibt eine Veränderung, die sich nie vollständig planen lässt.

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ADHS bei Erwachsenen: Symptome, Diagnose, Forschung – Auswirkungen auf Alltag und Beruf

Termine vergessen, Aufgaben aufschieben, ständig zwischen Gedanken springen oder sich bei Routinearbeiten kaum konzentrieren können: Seit ADHS in sozialen Medien und Podcasts häufiger thematisiert wird, erkennen sich viele Erwachsene in solchen Beschreibungen wieder. Das kann ein sinnvoller Anlass sein, die eigenen Schwierigkeiten genauer anzuschauen. Es bedeutet jedoch noch lange nicht, dass tatsächlich eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung vorliegt. Konzentrationsprobleme gehören zu zahlreichen psychischen und körperlichen Belastungen und können ebenso durch Schlafmangel, Depressionen, Angst, chronischen Stress, Substanzen oder andere Erkrankungen entstehen.

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Universitätsspital Basel: Spitzenmedizin, Forschung und Versorgung im Herzen der Stadt

Im Universitätsspital Basel treffen medizinische Versorgung, Forschung und akademische Lehre unmittelbar aufeinander. Mehr als 8’200 Mitarbeitende behandeln hier Patienten aus der Nordwestschweiz, anderen Landesteilen und dem benachbarten Ausland. Gleichzeitig entsteht auf dem traditionsreichen Spitalareal eine Infrastruktur für die Medizin der kommenden Jahrzehnte. Das Universitätsspital Basel, kurz USB, gehört zu den bedeutenden medizinischen Zentren der Schweiz. Sein Auftrag reicht von der Grundversorgung der regionalen Bevölkerung bis zur Behandlung seltener und komplexer Erkrankungen. Eine enge Verbindung zur Universität Basel sorgt dafür, dass wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst rasch in Diagnostik, Therapie und Pflege einfliessen.

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Demenz: Frühe Warnzeichen, Diagnose und Hilfe für Betroffene und Angehörige

Ein Name fällt nicht sofort ein. Der Schlüssel liegt plötzlich im falschen Zimmer. Solche Momente kennt fast jeder. Eine Demenz zeigt sich jedoch selten durch einen einzelnen Aussetzer. Auffällig wird ein Muster: Schwierigkeiten treten wiederholt auf, nehmen zu und beeinträchtigen allmählich den Alltag. Frühe Veränderungen verdienen eine ärztliche Abklärung. Hinter ihnen muss keine Demenz stecken. Auch Depressionen, Medikamente, Schlafstörungen, Vitaminmangel, Schilddrüsenerkrankungen oder Probleme mit dem Hören und Sehen können die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Einige dieser Ursachen lassen sich gut behandeln.

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Spital Val Müstair: Medizin, Pflege und Rettungsdienst im abgelegenen Bündner Tal

Es bezeichnet sich selbst als kleinstes Spital der Schweiz. Seine Aufgabe ist dennoch gross. Das Center da sandà Val Müstair sichert die medizinische Grundversorgung in einem abgelegenen Bündner Tal. Unter seinem Dach arbeiten Akutspital, Arztpraxis, Rettungsdienst, Pflegeheim und Spitex eng zusammen. Für die Bevölkerung bedeutet das kurze Wege und vertraute Ansprechpersonen. Auch Feriengäste profitieren von der medizinischen Anlaufstelle in Sta. Maria. Besonders wertvoll ist das abgestimmte Angebot für ältere und chronisch kranke Menschen, die verschiedene Formen der Unterstützung benötigen.

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Sonnenbrand richtig behandeln: Was jetzt hilft – und was der Haut schadet

Ein Nachmittag im Freibad, eine Wanderung bei wolkenlosem Himmel – und am Abend brennt die Haut. Sonnenbrand ist keine harmlose Begleiterscheinung des Sommers. Die UV-Strahlung löst eine akute Entzündungsreaktion aus und kann das Erbgut der Hautzellen schädigen. Wiederholte Sonnenbrände erhöhen das Risiko für Hautkrebs. Ist die Haut bereits gerötet, lässt sich die entstandene Zellschädigung nicht rückgängig machen. Mit den richtigen Massnahmen können Betroffene jedoch Schmerzen lindern, die Haut schonen und Komplikationen vermeiden. Wichtig ist dabei auch, vermeintlich bewährte Hausmittel kritisch zu betrachten.

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Blut-Hirn-Schranke warnt das Gehirn frühzeitig vor gefährlichen Virusinfektionen

Dringen Krankheitserreger wie Viren in den menschlichen Körper ein, beginnt sich das Gehirn binnen weniger Stunden nach der Infektion auf den Virenangriff vorzubereiten. Das zeigen neue Forschungsergebnisse der Rockefeller University. Anhand von Mausmodellen hat das Team ein Signalnetzwerk entdeckt, das Vorabinformationen über eine Virusinfektion in beliebigen Regionen des Körpers an die Blut-Hirn-Schranke weiterleitet und so das Denkorgan auf den Angriff vorbereitet.

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Fische aus Seegraswiesen enthalten laut Studie deutlich mehr wichtige Nährstoffe

Seegraswiesen bieten Fischen eine reichhaltigere Mischung an essenziellen Nährstoffen. Das schaffen nahegelegene Korallenriffe hingegen nicht, wie Forscher des „Project Seagrass“ und Kollegen der Universität Stockholm zeigen. Das Team hat Fische aus 20 Seegraswiesen und 20 Korallenriffen entlang eines 3000 Kilometer langen Küstenabschnitts zwischen Kenia und Mosambik in Ostafrika mit Blick auf sechs wichtige Nährstoffe untersucht, die Menschen für ihre Gesundheit benötigen: Kalzium, Eisen, Zink, Selen, Vitamin A und Omega-3-Fettsäuren.

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Genetische Ursachen von Parkinson unterscheiden sich weltweit nach Herkunft

Krankheitsauslösende genetische Veränderungen treten bei Parkinson je nach Herkunft sehr unterschiedlich häufig auf. Zu dem Schluss kommt ein internationales Forscher-Team unter Leitung der Universität zu Lübeck in der bislang grössten genetischen Untersuchung zu Parkinson. Das hat Folgen dafür, wer schon heute von neuen Therapien profitieren kann.

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3D-Druck ermöglicht patientenspezifische Kontaktlinsen in nur 20 Minuten Herstellung

Forschern der University of Waterloo ist bei der Herstellung von Kontaktlinsen ein Durchbruch gelungen. Die Kombination neuer Silikonmaterialien und fortschrittlichen 3D-Drucktechnologien ermöglicht in nur 20 Minuten die patientenspezifische Herstellung von Kontaktlinsen. Damit wird der Weg für Linsen geebnet, die sich bei einem einzelnen Besuch beim Optiker erstellen lassen. Bisher konnte es Wochen und Monate dauern, bis die passenden Kontaktlinsen endlich gefunden waren. Details sind in „Materials & Design“ publiziert. Hochpräzise Plattform

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Studie: Innenohr könnte sich besser selbst erneuern als bisher angenommen

Forscher der Charité Berlin und der Universität Konstanz haben nachgewiesen, dass sich wichtige Strukturen im Gleichgewichtsorgan des Zebrafischs kontinuierlich und überraschend schnell erneuern. Die Erkenntnisse könnten künftig neue Ansätze für die Erforschung und Behandlung von Erkrankungen des menschlichen Innenohrs liefern. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand der Zebrafisch, dessen Gleichgewichtsorgane strukturelle und funktionelle Ähnlichkeiten zum menschlichen Innenohr aufweisen. Mithilfe einer speziellen chemischen Methode gelang es dem Forschungsteam erstmals, die Erneuerung zentraler Membranstrukturen präzise sichtbar zu machen.

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Forscher entdecken frühen Biomarker für Hautalterung vor sichtbaren Veränderungen

Ein Forscherteam unter der Leitung der Hiroshima University hat ein neues Verfahren entwickelt, das Hautalterung bereits im Frühstadium nachweisen kann. Grundlage sind subtile Veränderungen der molekularen Organisation des dermalen Kollagens, die auftreten, noch bevor sichtbare Schäden am Kollagennetzwerk entstehen. Die Methode ermöglicht es, frühe Alterungsprozesse der Haut zu erkennen, bevor eine Ausdünnung oder Fragmentierung der Kollagenfasern sichtbar wird. Verantwortlich dafür sind Veränderungen der molekularen Organisation und der supramolekularen Chiralität, also der räumlichen Anordnung des Kollagens.

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Mehr als jede zehnte Krebserkrankung könnte auf Übergewicht zurückzuführen sein

Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) tragen Übergewicht und Adipositas zu deutlich mehr Krebserkrankungen bei als bislang angenommen. Bei einer Berücksichtigung der Risikofaktoren lassen sich über zehn Prozent aller Krebsleiden auf erhöhtes Körpergewicht zurückführen – fast doppelt so viele wie bisherige Schätzungen vermuten liessen. DKFZ-Epidemiologe Hermann Brenner hat mit seinem Team die Daten von 458'543 Frauen und Männern analysiert, die in der britischen «UK Biobank» gespeichert waren. Die Teilnehmenden wurden im Median fast zwölf Jahre lang beobachtet. Während dieses Zeitraums traten mehr als 50'000 neue Krebserkrankungen auf.

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