Spitäler

HUG Genf: Das Universitätsspital im Porträt – Forschung, Finanzen und Medizin

Am 24. Juni 2026 meldet Frankreich den ersten Ebola-Fall auf europäischem Boden seit Beginn des aktuellen Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo. Betroffen ist ein Arzt, der zuvor im Einsatzgebiet gearbeitet hatte. Die französischen Gesundheitsbehörden reagierten umgehend. Gleichzeitig richtete sich der Blick nach Genf. Hier hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihren Hauptsitz. Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus mahnte zur Besonnenheit, lobte die schnelle Reaktion der Behörden und erinnerte an die enormen Risiken, denen medizinische Einsatzkräfte in Epidemiegebieten täglich ausgesetzt sind. Doch Genf ist weit mehr als der Sitz der WHO. Von hier aus koordiniert Médecins Sans Frontières (MSF) zahlreiche internationale Hilfseinsätze. Und hier befinden sich die Hôpitaux Universitaires de Genève (HUG) mit dem einzigen Labor der biologischen Sicherheitsstufe 4 (BSL-4) der Schweiz – jenem Hochsicherheitslabor, in dem einige der gefährlichsten Krankheitserreger der Welt untersucht werden. Ebola gehört seit vielen Jahren zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten der dortigen Forschung.

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KI-gesteuerte Hirnstimulation verbessert Gehen bei Parkinson-Patienten deutlich

Menschen mit Parkinson, die unter Gehstörungen leiden, könnten ihre Beweglichkeit künftig deutlich verbessern. Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und des Universitätsspitals Lausanne (CHUV) haben gemeinsam mit dem Medizintechnikunternehmen Medtronic eine KI-gestützte Form der Tiefen Hirnstimulation (THS) entwickelt, die sich in Echtzeit an die Bewegungen der Patienten anpasst. Die Tiefe Hirnstimulation wird seit mehr als drei Jahrzehnten zur Behandlung motorischer Störungen eingesetzt. Weltweit haben bislang über 200'000 Patienten entsprechende Implantate erhalten. Diese senden kontinuierlich elektrische Impulse an bestimmte Hirnregionen, um Symptome wie Zittern und Muskelsteifheit zu reduzieren.

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Insel Gruppe wählt Agostino Mattei neu in den Verwaltungsrat des Universitätsspitals

Die Generalversammlung hat am 12. Juni 2026 Agostino Mattei neu in den Verwaltungsrat der Insel Gruppe gewählt. Er ergänzt das strategische Führungsgremium mit umfassender klinischer Expertise, langjähriger Führungserfahrung sowie einem ausgeprägten Verständnis für Innovation, Digitalisierung und die Weiterentwicklung universitärer Medizin.

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FUTUR-Preise 2026: OST-Forscher ausgezeichnet für Textilien, KI & Solar-Spitäler

Die Stiftung zur Förderung und Unterstützung technologieorientierter Unternehmungen Rapperswil (Stiftung FUTUR) hat am 11. Juni 2026 drei Forschungsprojekte der OST – Ostschweizer Fachhochschule ausgezeichnet. Der Hauptpreis wurde an neuartige Textilien ohne Ewigkeitschemikalien vergeben. Der Anerkennungspreis ging an ein KI-Digitalisierungssystem für KMU. Mit einem Spezialpreis wurde ein solares Versorgungssystem für Gesundheitszentren und Spitäler in Afrika geehrt. Die FUTUR-Stiftung zeichnet seit 2004 Forschungsprojekte aus, die einen Innovationsschub für Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft versprechen. Die diesjährigen Auszeichnungen wurden von Stiftungsratspräsident Dr. h.c. Thomas Schmidheiny und Geschäftsführer Alex Simeon übergeben.

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Roche erhält Zulassung für neuen Test zur gezielteren Behandlung von Prostatakrebs

Roche hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung für einen neuen Diagnostiktest erhalten. Der Test hilft dabei, bei Patienten mit Prostatakrebs einen bestimmten biologischen Marker nachzuweisen. Dadurch kann festgestellt werden, ob eine gezielte Behandlung mit dem Medikament TRUQAP® infrage kommt. Der sogenannte VENTANA® PTEN (SP218) RxDx Assay ist der erste zugelassene immunhistochemische Begleittest zur Bestimmung eines PTEN-Verlusts bei Prostata-Adenokarzinomen.

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Nach fünfjähriger Sanierung: Marie-Colinet-Haus stärkt Medizin und Familienversorgung

Die Insel Gruppe hat das vollständig erneuerte Marie-Colinet-Haus heute im Beisein von Regierungsrat Pierre Alain Schnegg feierlich eröffnet. Innerhalb der bestehenden Gebäudehülle ist ein modernes Spital entstanden, das die Versorgung in der Frauenheilkunde, der Neonatologie und der Augenheilkunde nach modernsten Standards ermöglicht. Die Frauenklinik und die Neonatologie der Kinderklinik werden das Gebäude im August 2026 beziehen, die Augenklinik folgt im September 2026.

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Mini-Roboter für Chirurgie und Biopsien arbeitet ohne Motor nur mit Magnetfeldern

Forscher der Nanyang Technological University (NTU) haben einen nur 4,4 Millimeter grossen Roboter für OPs und Biopsien entwickelt, der das dabei gewonnene Material aus dem Körper abtransportiert, Medikamente dorthin bringt, wo sie wirken sollen, und therapeutische Wärme erzeugt. Laut dem NTU-Team um Lum Guo Zhan schafft der Roboter das alles, obwohl er weder einen Motor besitzt noch eine Energieversorgung. Er wird von aussen durch magnetische Kräfte gesteuert, sodass er seinen Weg durch den Körper bis zum Ziel zurücklegen und – dort angekommen – seinen Auftrag erfüllt.

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Dr. med. Samuel Schmid wird neuer Klinikleiter Orthopädie im Oberwallis

Das Spitalzentrum Oberwallis SZO ernennt Dr. med. Samuel Schmid per 1. Dezember 2026 zum Klinikleiter der Klinik Orthopädie / Traumatologie. Mit seiner ausgewiesenen fachlichen Expertise und langjährigen klinischen Erfahrung übernimmt er die medizinische und strategische Leitung der orthopädischen Versorgung im Oberwallis. Er tritt die Nachfolge von Dr. med. Andreas Ottersbach an, der sich für eine Frühpensionierung entschieden hat.

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Radiologie für Schwerelosigkeit: Neue Partnerschaft zwischen Bern und Berlin

Das Universitätsinstitut für Diagnostische, Interventionelle und Pädiatrische Radiologie des Inselspitals, Universitätsspital Bern und die Universität Bern gehen mit dem Zentrum für Weltraummedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin eine neue Kooperation ein. Gemeinsam wollen die Partner medizinische Bildgebung für extreme Bedingungen weiterentwickeln – von der Schwerelosigkeit im All bis hin zu abgelegenen Regionen auf der Erde. Gleichzeitig soll die Kooperation den Forschungs- und Medtech-Standort Bern stärken.

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Emmentaler Wirbelsäulenchirurg erhält Best Paper Award in Istanbul

Der „Best Paper Award“ im renommierten „Global Spine Journal“ geht an PD Dr. Sebastian Bigdon von der Orthopädie Sonnenhof Spital Emmental. Am Global Spine Congress 2026 in Istanbul, dem weltweit bedeutendsten Kongress für Wirbelsäulenchirurgie, wurde PD Dr. Sebastian Bigdon, Leiter der Wirbelsäulenchirurgie der Orthopädie Sonnenhof Spital Emmental, mit dem Best Paper Award ausgezeichnet. Der Preis wird vom Global Spine Journal vergeben und zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen in der internationalen Wirbelsäulenchirurgie.

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Neue Immuntherapie aktiviert gezielt T-Zellen gegen fortgeschrittene solide Tumoren

Als Teil einer klinischen Studie hat die Early Clinical Trial Unit der NCT/UCC Dresden erstmals die Immuntherapie IMA401 bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren getestet. Bei IMA401 handelt es sich um einen sogenannten „Bispecific T-cell Engager“, der Krebszellen mit T-Zellen verbindet und so das Immunsystem direkt für die Bekämpfung des Tumors aktiviert. Details sind in „Nature Medicine“ nachzulesen. Um das zu erreichen, bindet sich das Molekül gleichzeitig an zwei Ziele an: Ein Protein, das in den Tumorzellen produziert wird, sprich das Tumorantigen MAGEA4/8, und ein Molekül auf der Oberfläche der Immunzellen des Körpers. Diese Immunzellen, die T-Lymphozyten, werden dadurch direkt zu den Positionen der Tumore gelenkt und aktiviert, damit sie die Krebszellen zerstören.

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Neuer Chefarzt Radiologie am Spital Muri: Keivan Daneshvar übernimmt Leitung

Die Spitalleitung hat PD Dr. med. Keivan Daneshvar zum neuen Chefarzt Radiologie gewählt. Er tritt seine Funktion am 1. Dezember 2026 an und übernimmt die Nachfolge Dr. med. Dragoljub Pisteljic, der Ende 2026 in den wohlverdienten Ruhestand treten und seine Tätigkeit als Chefarzt Radiologie abgeben wird.

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KI erkennt Schmerzen künftig anhand kleinster Gesichtsbewegungen und Herzsignale

Forscher der Rutgers University messen Schmerzen künftig anhand winziger Gesichtsbewegungen, die selbst geübte Beobachter kaum wahrnehmen können. Eine speziell trainierte Software mit Künstlicher Intelligenz analysiert die Signale innerhalb weniger Sekunden. Das Forschungsteam um Elizabeth Torres und ihre Doktorandin Mona Elsayed verfolgt das Ziel, eine einheitliche Schmerzskala zu entwickeln. Da jeder Mensch eine unterschiedliche Schmerzschwelle besitzt, sollen körpereigene Signale künftig eine objektivere Bewertung ermöglichen.

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Spital Muri: Gesamterneuerungswahlen im Stiftungsrat im Juni 2026

Im Stiftungsrat des Spitals Muri stehen Neuwahlen an. Stiftungsratspräsidentin Sabina Rüttimann sowie die beiden langjährigen Stiftungsräte Thomas Aeschmann und Dr. med. Roli Schumacher werden nicht mehr zur Wahl antreten. Die Stifterversammlung wird das neue Präsidium sowie neue Mitglieder im Juni 2026 wählen. Ab 1. Juli 2026 startet der neu gewählte Stiftungsrat unter einem neuen Präsidium. Nach 19 Jahren Mitgliedschaft im Stiftungsrat, davon 16 Jahre als Vorsitzende des strategischen Gremiums, wird Stiftungsratspräsidentin Sabina Rüttimann ihr Amt Mitte 2026 in neue Hände legen. „Mein Engagement für das Spital Muri war mir stets eine Herzensangelegenheit und es war mir eine grosse Ehre, dem Spital Muri dienen zu dürfen. Ich bin überzeugt, dass auch der künftige Stiftungsrat stets das Wohl des Spitals Muri konsequent in das Zentrum seiner Überlegungen und Entscheide stellen wird“, so Sabina Rüttimann.

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KSA erhält erstes zertifiziertes Lungenkrebszentrum im Kanton Aargau

Das Kantonsspital Aarau (KSA) stärkt seine Onkologie: Das Lungenkrebszentrum wird nach den höchsten Qualitätsstandards der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert – als erstes im Kanton Aargau. Die Behandlung von Tumorpatientinnen und -patienten gehört zu den Kernkompetenzen am KSA. Bereits heute sind zahlreiche Zentren für die Behandlung verschiedener Krebsarten nach den Standards der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert.

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Mehr als 3000 Menschen absolvieren Pflegeausbildung in der Zentralschweiz

Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorinnen- und -direktorenkonferenz (ZGDK) traf sich unter dem Präsidium von Regierungsrat Damian Meier, SZ, am 18. Mai 2026 im Rathaus in Schwyz zu ihrer Frühjahrssitzung. Im Fokus der Sitzung standen eine Präsentation des Gesundheitsclusters Zentralschweiz sowie eine Übersicht über die laufenden Projekte von XUND. Im Rahmen der Sitzung vom 18. Mai 2026 befasste sich die ZGDK mit einer breiten Palette an Themen. Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorinnen- und -direktoren liessen sich über das Projekt „Gesundheitscluster Zentralschweiz“ informieren. Im Zentrum des Projekts steht die Idee, die Zusammenarbeit zwischen den drei Bildungs- und Forschungseinrichtungen in der Zentralschweiz – dem Bildungszentrum XUND, der Universität Luzern und der Hochschule Luzern – systematisch und kontinuierlich zu vertiefen, das heisst Synergien für die Ausbildung, Weiterbildung und Forschung zu nutzen, Angebote gemeinsam zu entwickeln und auf diesem Weg einen Beitrag zur Gesundheitsversorgung in der Zentralschweiz zu leisten.

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Alzheimer-Studie untersucht Schutzfaktoren für Denk- und Gedächtnisleistung

Ein gesundes Gehirn schützt die Denk- und Gedächtnisfähigkeiten vor den frühen Auswirkungen von Alzheimer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Murdoch University in Zusammenarbeit mit AdventHealth. Manche Menschen erhalten jedoch ein hohes Ausmass der geistigen Leistungsfähigkeit aufrecht, obwohl ihre Gehirne bereits frühe Anzeichen einer Erkrankung aufweisen. Daher wollten die Forscher wissen, wie es zu diesem Phänomen kommt. Umfassende Analyse Forschungsleiterin Kelsey Sewell von der Murdoch University und ihr Team haben untersucht, warum manche Gehirne resilienter sind als andere. Zudem haben die Experten analysiert, ob Faktoren wie die Bildung, der sozioökonomische Status und die Gesundheit des Gehirns einen Unterschied machen. Mit diesen Erkenntnissen könnten frühere und gezieltere Strategien zur Minimierung der Auswirkungen der Krankheit auf das Gedächtnis und die Denkfähigkeit entwickelt werden, heisst es.

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Spitalzentrum Oberwallis führt roboterassistierte Chirurgie in der Urologie ein

Visp, 13. Mai 2026 – Die Urologie am Spitalzentrum Oberwallis SZO erlebt derzeit einen bedeutenden technologischen Fortschritt: Künftig werden urologische Eingriffe durch den Einsatz roboterassistierter Systeme wie die Da Vinci Technologie unterstützt. Diese Innovation verspricht nicht nur eine höhere Präzision bei Operationen, sondern auch eine schnellere Genesung für Patientinnen und Patienten. Bei der roboterassistierten Chirurgie steuert der Operateur ein hochentwickeltes System über eine Konsole. Die Bewegungen der menschlichen Hand werden dabei in feinste, absolut ruhige Instrumentenbewegungen übertragen. Besonders bei komplexen Eingriffen – etwa an Prostata, Niere oder Harnblase – bietet diese Technik entscheidende Vorteile.

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