Darmkrebs-Screening gesichert: Tarif-Einigung ermöglicht Programme in Kantonen
von belmedia Redaktion -schweizweit Allgemein Alltag Bildung Dienstleistungen Eltern elterntipps.ch Ernährung Essen & Trinken Experten Familie Familienleben Finanzen Gesundheit Grosseltern hospital.ch Krankheiten Lifestyle Magazine Medizin nachrichtenticker.ch News Prävention Regionen Schweiz Schweiz Senioren Service Technologie Themen Tipps xund24.ch Ⳇ Verbreitung
Swiss Cancer Screening, die Einkaufsgemeinschaften der Versicherungen und prio.swiss haben die Tarifverhandlungen zu den Darmkrebs-Screening-Programmen abgeschlossen. Die Krebsliga begrüsst, dass damit die Weiterführung der organisierten, qualitätskontrollierten Vorsorge- und Früherkennungsprogramme sichergestellt ist.
In der Schweiz erkranken jedes Jahr 4600 Menschen an Dickdarmkrebs, 1600 sterben an den Folgen der Erkrankung. Mit den heutigen Methoden können Darmkrebs und seine Vorstufen schon vor dem Auftreten von Symptomen in einem frühen Stadium entdeckt werden. Damit erhöhen sich die Heilungschancen und aufwändige Therapien und damit verbundene Kosten können verhindert werden. Die Krebsliga empfiehlt und unterstützt Darmkrebsvorsorgeprogramme für Personen von 50 bis 74 Jahren – alle zwei Jahre mittels Blut-im-Stuhl-Test (FIT) oder alle zehn Jahre mittels Darmspiegelung.
Weiterführung der Vorsorgeprogramme sichern
Der Nutzen solcher Programme ist aus wissenschaftlicher und gesundheitsökonomischer Sicht belegt. Deshalb begrüsst die Krebsliga, dass die betreffenden Akteure in den Tarifverhandlungen eine Einigung erzielen konnten und so die Weiterführung der Programme nicht gefährdet ist. Die Darmkrebs-Screening-Programme sind damit in den Kantonen, die diese bereits eingeführt haben, weiterhin zugänglich. Sowohl die Vorsorgekoloskopie als auch der Blut-im-Stuhl-Test (FIT) können im Rahmen der Programme franchisebefreit in Anspruch genommen werden. In Kantonen ohne Programme ist die Untersuchung nicht franchisebefreit.
Symptome auch bei jüngeren Personen abklären
Auch wenn die Mehrheit der Betroffenen nach dem fünfzigsten Altersjahr erkrankt, kann Darmkrebs bereits in jüngeren Jahren auftreten. Personen, die ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben (beispielsweise wenn Eltern oder Geschwister bereits an Darmkrebs erkrankt sind) empfiehlt die Krebsliga, mit einer medizinischen Fachperson zu besprechen, ab welchem Alter eine Untersuchung ratsam ist. Menschen mit Symptomen wie Blut im Stuhl, verändertem Stuhlgang und ungewolltem Gewichtsverlust sollten diese mit der Hausärztin oder dem Hausarzt besprechen.
Quelle: Krebsliga
Bildquelle: Symbolbild © Halfpoint/Shutterstock.com