Apps und Wearables unterstützen Herzpatienten bei Bewegung und Rehabilitation
von belmedia Redaktion Allgemein Alltag beautytipps.ch business24.ch businessaktuell.ch Elektro Elektronik Fitness Forschung Gesundheit Inspiration Krankheiten Lifestyle Magazine Medizin nachrichtenticker.ch News Prävention Sport Technik Themen Tipps Trends Vital xund24.ch Zubehör Ⳇ Verbreitung
Smartphone-Apps und Fitness-Tracker können Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen dabei helfen, sich regelmässiger zu bewegen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Pennsylvania State University und der University of Maryland. Digitale Technologien könnten damit eine wichtige Ergänzung zur klassischen Rehabilitation werden.
Die Wissenschaftler analysierten 14 klinische Studien mit mehr als 1’000 Erwachsenen. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Gesundheitshelfer die körperliche Aktivität messbar steigern können.
Über 1’000 zusätzliche Schritte pro Tag
Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Fitness-Tracker oder Smartphone-Apps nutzten, legten täglich durchschnittlich fast 1’100 Schritte mehr zurück als Personen ohne digitale Unterstützung.
Zudem bewegten sie sich pro Tag rund vier Minuten länger in einem moderaten bis intensiven Belastungsbereich. Auch wenn diese Werte auf den ersten Blick überschaubar erscheinen, können sie langfristig einen wichtigen Beitrag zur Herzgesundheit leisten.
Digitale Unterstützung für den Alltag
Viele Herzpatienten nehmen nicht an klassischen Rehabilitationsprogrammen teil. Gründe dafür sind häufig Zeitmangel, lange Anfahrtswege oder finanzielle Hürden.
Nach Ansicht der Forscher bieten Smartphones und Wearables deshalb eine attraktive Möglichkeit, Bewegung und Rehabilitation einfacher in den Alltag zu integrieren.
„Smartphones und Wearables befinden sich bereits in den Taschen und an den Handgelenken der Menschen“, erklärt Ajith Vemuri von der Pennsylvania State University. Dadurch könnten sie zur Unterstützung der regulären Versorgung eingesetzt werden.
Personalisierte Motivation und Erinnerungen
Digitale Anwendungen können individuelle Schrittziele festlegen, Erinnerungen senden, motivierende Nachrichten ausspielen und Rückmeldungen zum persönlichen Fortschritt geben.
Darüber hinaus lassen sich häusliche Rehabilitationsprogramme mit medizinischem Fachpersonal verknüpfen. So können Therapien begleitet und Fortschritte überwacht werden.
Spielerische Elemente fördern die Motivation
Viele Anwendungen setzen zusätzlich auf sogenannte Gamification-Elemente. Nutzer können ihre Fortschritte verfolgen, Ziele anpassen und Erfolge sichtbar machen.
Ergänzt werden diese Funktionen häufig durch Coaching-Angebote und regelmässige Zielkontrollen, die die Motivation langfristig aufrechterhalten sollen.
„Die Geräte sind mehr als Spielereien. Wenn sie in einen Behandlungsplan integriert werden, können sie die Routineversorgung unterstützen und Patienten dabei helfen, wichtige Schritte für ihre Herzgesundheit zu unternehmen“, betont Ramin Zand von der Pennsylvania State University.
Potenzial für die Prävention weiterer Herzereignisse
Nach Angaben der Forscher ist weniger als ein Drittel der Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausreichend körperlich aktiv.
Die Kombination aus medizinischer Betreuung und digitalen Technologien könnte daher helfen, das Risiko weiterer Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie erneuter Herzinfarkte oder Schlaganfälle zu senken.
Die Wissenschaftler sehen in Smartphone-Apps und Fitness-Trackern deshalb eine kosteneffiziente Möglichkeit, deutlich mehr Menschen zu erreichen und sie zu einem aktiveren Lebensstil zu motivieren.
Quelle: pressetext.redaktion/Wolfgang Kempkens
Bildquelle: Symbolbild © shurkin_son/Shutterstock.com