Alzheimer-Studie untersucht Schutzfaktoren für Denk- und Gedächtnisleistung

Ein gesundes Gehirn schützt die Denk- und Gedächtnisfähigkeiten vor den frühen Auswirkungen von Alzheimer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Murdoch University in Zusammenarbeit mit AdventHealth. Manche Menschen erhalten jedoch ein hohes Ausmass der geistigen Leistungsfähigkeit aufrecht, obwohl ihre Gehirne bereits frühe Anzeichen einer Erkrankung aufweisen. Daher wollten die Forscher wissen, wie es zu diesem Phänomen kommt.

Umfassende Analyse

Forschungsleiterin Kelsey Sewell von der Murdoch University und ihr Team haben untersucht, warum manche Gehirne resilienter sind als andere. Zudem haben die Experten analysiert, ob Faktoren wie die Bildung, der sozioökonomische Status und die Gesundheit des Gehirns einen Unterschied machen. Mit diesen Erkenntnissen könnten frühere und gezieltere Strategien zur Minimierung der Auswirkungen der Krankheit auf das Gedächtnis und die Denkfähigkeit entwickelt werden, heisst es.

Das Team hat sich der Daten von über 600 Erwachsenen in den USA zwischen 65 und 80 Jahren gewidmet. Sie lebten selbständig und wiesen keine Anzeichen einer Demenz oder von Gedächtnisproblemen auf. Mit Bluttests und MRT-Scans sind frühe krankheitsbedingte Veränderungen und die allgemeine Gesundheit des Gehirns untersucht worden.

Zusätzlich sind Faktoren des Lebensstils und soziale Einflussgrössen beurteilt worden. Zu diesen Faktoren gehören die Ausbildung, das Einkommen, Ersparnisse sowie die finanzielle Sicherheit. Zudem sind kognitive Tests zu Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Arbeitsgedächtnis und der exekutiven Funktion durchgeführt worden.

Gehirngesundheit schützt

Laut Sewell hilft die Aufrechterhaltung einer guten allgemeinen Gehirngesundheit, die durch Alzheimer entstehenden Auswirkungen auf die kognitive Funktion zu verringern. „Wir haben auch erste Belege dafür, dass Menschen mit einem höheren sozioökonomischen Status in Bezug auf das Gedächtnis weniger stark betroffen sind“, so Sewell. Dieser Zusammenhang müsse jedoch noch genauer erforscht werden.

Die Expertin betont, dass Menschen alles Mögliche dafür tun sollten, ihr Gehirn gesundzuerhalten. Dazu gehören Sport, eine gesunde Ernährung, ein guter Schlaf und das Finden neuer geistiger Herausforderungen.

Die Forschungsergebnisse sind in „Neurology“ veröffentlicht. Demenzerkrankungen gelten in Australien als die führende Todesursache. Mit mehr als 70 Prozent ist Alzheimer die am häufigsten auftretende Form.

 

Quelle: pressetext.redaktion/Moritz Bergmann
Bildquelle: Symbolbild © YARUNIV Studio/Shutterstock.com

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