Studie zeigt Potenzial von Ringelblumen als pflanzliches Protein für Lebensmittel
von belmedia Redaktion Allgemein Alltag business24.ch businessaktuell.ch Ernährung Essen & Trinken Forschung Gesundheit gourmetnews.ch gourmettipp.ch Innovation Inspiration Lifestyle Magazine Nachhaltigkeit nachrichtenticker.ch Natur & Naturereignisse Natur & Umwelt News Pflanzen Produkte Themen Trends Übersee Vital xund24.ch Ⳇ Verbreitung
Verblühte Ringelblumen stellen laut Forschern der University of Georgia und des Indian Institute of Technology eine neue, nachhaltige pflanzliche Proteinquelle dar. Angesichts der grossen Nachfrage nach pflanzlichen und nachhaltigen Lebensmittelzutaten erfährt das landwirtschaftliche Abfallprodukt eine Aufwertung.
Die Wissenschaftler sehen in den bislang entsorgten Blüten ein vielversprechendes Potenzial für die Lebensmittelindustrie.
Pulver im Labor getestet
„Ringelblumen werden in vielen Ländern angebaut, doch rund 40 Prozent der Produktion werden als Abfall entsorgt, insbesondere nach der Verwendung als Zierpflanzen“, sagt Anand Mohan vom Indian Institute of Technology.
Die Forscher haben Ringelblumenblüten (Calendula officinalis) zu einem feinen Pulver gemahlen und isolierten die darin enthaltenen Proteine. Labortests bestätigen, dass die Proteinextrakte einen hohen Gehalt an Glutaminsäure und Asparaginsäure aufweisen, was Essen einen Umami-Geschmack verleiht.
Stabil bis 105 Grad Celsius
Die Proteine bleiben bis zu 105 Grad Celsius stabil – eine Temperatur, bei der andere Proteine längst zerfallen. Zwei Proteinextrakte haben zudem eine ausgezeichnete Emulgierfähigkeit und halten Öl in Wasser verteilt. Sie eignen sich damit ideal für Salatdressings, Mayonnaise und Milchersatzprodukte.
Ringelblumenproteine sind ideal für die Anreicherung von Lebensmitteln mit gesunden Nährstoffen. Sie könnten den Geschmack, die Stabilität und die Textur von Backwaren und emulsionsbasierten Lebensmitteln verbessern.
Als Nächstes wollen die indischen Forscher zusammen mit ihren Kollegen der University of Georgia die gesundheitlichen Vorteile von Ringelblumenproteinen untersuchen und diese dann als Zutat in Backwaren und Produkten wie Salatdressings verwenden, die sie von Verbrauchern verkosten lassen wollen.
Quelle: University of Georgia / Indian Institute of Technology
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