Mehr Dopingkontrollen und 501 Ethikmeldungen: Anspruchsvolles Jahr 2025

Das Geschäftsjahr 2025 war für Swiss Sport Integrity von hoher Arbeitsbelastung, gezielten Weiterentwicklungen und wichtigen Weichenstellungen geprägt.

Im Anti-Doping-Bereich wurden 2’623 Kontrollen durchgeführt und die Prävention mit 223 Schulungen ausgebaut. Die Ethik-Meldestelle verzeichnete mit 501 Meldungen erneut einen deutlichen Anstieg.

Zunahme bei Import von «Wundermitteln»

Nachdem im Vorjahr die Zahl der erhaltenen Sicherstellungen von Dopingmitteln erstmals rückläufig war, stieg diese im Berichtsjahr mit insgesamt 1’282 Sicherstellungen wieder an. Die Anzahl der sichergestellten Sendungen mit dem Wirkstoff DHEA war im Berichtsjahr erfreulicherweise weiter rückläufig, was auf die diversen Massnahmen von Swiss Sport Integrity zurückzuführen ist.

Demgegenüber stieg die Zahl der sichergestellten Produkte, die als «Wundermittel» beworben werden, wie beispielsweise SAMRs und Ibutamoren, stark an. Nicht nur die Anzahl dieser Sicherstellungen, auch die Anzahl der daraus resultierenden Dopingsperren stieg stark an.

30 Verstösse gegen die Anti-Doping-Bestimmungen

Swiss Sport Integrity erliess 2025 in 18 Fällen einen Entscheid im Resultatmanagement. In zehn der 18 von Swiss Sport Integrity sanktionierten Fällen konnte mit den Athlet:innen eine verfahrensabschliessende Vereinbarung abgeschlossen werden, mit einer Verwarnung sowie Sperren zwischen einem Monat und vier Jahren.

Zudem fällte das Schweizer Sportgericht im vergangenen Jahr 13 Entscheide zu Dopingverstössen, woraus 12 Verurteilungen mit einer Verwarnung sowie Sperren zwischen sechs Monaten und 10 Jahren resultierten. Zwei dieser Entscheide wurden vor dem Tribunal Arbitral du Sport (TAS) angefochten, beide Verfahren sind noch hängig.

Stabile Kontrollzahlen

Die Anzahl der im eigenen Kontrollprogramm durchgeführten Dopingkontrollen konnte im Vergleich zur Vorjahresperiode gehalten und sogar leicht gesteigert werden. Insgesamt wurden anlässlich 2’623 Dopingkontrollen 3’621 Dopingproben erhoben.

Ein verstärkter Fokus lag insbesondere im zweiten Halbjahr auf Athletinnen und Athleten, die sich potenziell für die Olympischen Winterspiele 2026 qualifizieren konnten. Die Kontinuität der Kontrollzahlen, trotz stetig steigender regulatorischer Anforderungen und wachsender Vorgaben, ist Zeugnis für den hohen Reifegrad des Kontrollprogramms und den effizienten Ressourceneinsatz.

Neue Rekordzahlen in der Dopingprävention

Im Geschäftsjahr 2025 konnten mit den eingesetzten Mitteln wiederum beachtliche Leistungen erbracht werden. Sowohl bei den Ausbildungsformaten in Präsenzform als auch bei den digitalen Formen wurden deutliche Steigerungen erzielt. Die 223 Schulungen und Workshops im Präsenzformat stellen einen neuen Bestwert für die Stiftung dar.

Auch die E-Learning-Plattform Clean Winner mit 4’343 ausgestellten Zertifikaten und die Medikamentenabfrage Global DRO mit über 260’000 Suchabfragen zur Prüfung des Doping-Status der Medikamente erreichten neue Spitzenwerte. Das beliebte Online-Format «Eltern-Info» von Swiss Sport Integrity konnte im Geschäftsjahr deutlich über 400 engagierte Sporteltern begeistern und ebenfalls eine deutliche Steigerung erzielen.

Anzahl Meldungen um mehr als 20% gestiegen

Die nationale und unabhängige Meldestelle für Ethikverstösse sah sich auch im Jahr 2025 mit einem erheblichen Anstieg der Anzahl Meldungen im Vergleich zum Vorjahr konfrontiert. Im vierten Jahr des Bestehens der Meldestelle für Ethikverstösse und Missstände im Schweizer Sport wurden 501 Meldungen erfasst.

Im Vergleich zu den 412 Meldungen aus dem Vorjahr bedeutet das eine Zunahme um mehr als 21 Prozent. Die Meldestelle arbeitete insbesondere im zweiten Halbjahr vermehrt an der Optimierung der internen Prozesse. Nennenswert sind verschiedene Anpassungen im Bereich der Voruntersuchung und Triage, in deren Folge eingehende Meldungen schneller in die richtigen Bahnen gelenkt und in vielen Fällen bereits nach kurzer Zeit wieder abgeschlossen werden konnten. Ein weiterer Fokus lag und liegt auf der zunehmenden Nutzung der Möglichkeit, Verfahren einvernehmlich zu lösen.

 

Quelle: Stiftung Swiss Sport Integrity
Bildquelle: Symbolbild © angellodeco/Shutterstock.com

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