Neuer Bluttest kann das Alzheimer-Risiko Jahre vor ersten Symptomen erkennen
von belmedia Redaktion Allgemein Alltag Eltern elterntipps.ch Familie Familienleben Forschung Gesundheit Grosseltern hospital.ch Krankheiten Magazine Medizin nachrichtenticker.ch Pflege Senioren Themen Vital xund24.ch Ⳇ Verbreitung
Ein neuer Bluttest könnte helfen, das Risiko für Alzheimer bereits Jahre vor dem Auftreten erster Symptome besser einzuschätzen. Eine internationale Studie unter der Leitung des Mass General Brigham Neuroscience Institute zeigt, dass hohe Werte des Biomarkers p-tau217 mit einem deutlich erhöhten Risiko für eine spätere kognitive Beeinträchtigung verbunden sind.
Für die Untersuchung werteten die Forschenden Daten aus sechs Beobachtungsstudien und einer klinischen Studie in Nordamerika, Japan und Australien aus. Insgesamt wurden 2’684 ältere Personen ohne kognitive Einschränkungen einbezogen. Zu Beginn der Studie wurden Blutproben analysiert und zusätzlich Positronen-Emissions-Tomografien durchgeführt. Anschliessend überprüften die Forschenden die geistige Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden jährlich.
Deutlich erhöhtes Risiko bei hohen Biomarker-Werten
Personen mit sehr hohen p-tau217-Werten hatten innerhalb von fünf Jahren ein absolutes Erkrankungsrisiko von 38 Prozent. Nach zehn Jahren stieg dieses Risiko auf 78 Prozent. Insgesamt entwickelten 478 Teilnehmende im Verlauf der Studien eine kognitive Beeinträchtigung. Höhere Werte des Biomarkers standen in einem signifikanten Zusammenhang mit diesem Risiko.
Bluttest ergänzt bestehende Risikofaktoren
Nach Angaben der Forschenden liefert der Bluttest Risikohinweise unabhängig von bekannten Faktoren wie Amyloid-Beta-Ablagerungen oder genetischen Risiken wie APOE4. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass die Studie Einschränkungen aufweist. So konzentriert sie sich auf einen vergleichsweise kurzen Beobachtungszeitraum und nicht auf das gesamte Lebensalter.
Nach Einschätzung des Forschungsteams könnte der Biomarker bereits heute dabei helfen, Menschen mit einem erhöhten Alzheimer-Risiko für Präventionsstudien zu identifizieren. Langfristig könnte dies eine frühere Behandlung und eine bessere Überwachung von Therapien ermöglichen.
Quelle: pressetext.redaktion/Moritz Bergmann
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