Mit Rooibos-Extrakt steigt der UV-Schutz von Sonnencremes um bis zu 50 Prozent deutlich

Ein Extrakt aus der Rooibos-Pflanze Aspalathus linearis schützt in Verbindung mit Sonnenschutzmitteln die Haut vor ultravioletter Strahlung (UV). Bisher wird die Pflanze, die aus Südafrika stammt, vor allem zur Zubereitung von Tee genutzt.

Die zusätzliche Wirkung haben Dermatologen der Universität Málaga (UMA) in Zusammenarbeit mit dem Hautschutzmittel-Produzenten Cantabria Labs España entdeckt.

Bis zu 50 Prozent mehr Schutz

„Wir haben es hier mit einem 2-in-1-Molekül zu tun“, sagt UMA-Dermatologe José Aguilera Arjona. Damit meint er dessen doppelte Wirksamkeit als UV-Filter und als antioxidativer „Schutzschild“. Insbesondere weist der Experte darauf hin, dass die Zugabe des Extrakts zu Sonnenschutzmitteln, die bereits Standardfilter enthalten, den Lichtschutzfaktor in einigen Fällen um bis zu 50 Prozent erhöht.

Die Dermatologin María Victoria de Gálvez, die an der Entwicklung des Präparats beteiligt ist, hebt zudem die Stabilität des Extrakts hervor. Herkömmliche Sonnenschutzmittel verlören dagegen sehr schnell an Wirkung, wenn sie UV-Strahlen ausgesetzt sind. „Diese Extrakte schützen vor Photodegradation, was entscheidend ist, um die Haltbarkeit des Sonnenschutzes auf der Haut zu verbessern und somit Krankheiten wie Hautkrebs besser vorzubeugen“, sagt sie.

Natur ersetzt Synthetisches

Die Entwickler weisen zudem darauf hin, dass der Rooibos-Extrakt gegen sonnenbedingte Immunschäden vorbeugt und das Altern der Haut verlangsamt, also den ansonsten durch UV-Strahlung ausgelösten oxidativen Stress verhindert. Dieser Zusatz zu Sonnenschutzmitteln könne synthetische Inhaltsstoffe aus der chemischen Industrie ersetzen oder ergänzen, um die Umweltbelastung und mögliche gesundheitsschädliche Auswirkungen zu verringern.

 

Quelle: pressetext.redaktion/Wolgang Kempkens
Bildquelle: Symbolbild © New Africa/Shutterstock.com

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