Zu viel Sonne, zu grosses Risiko – so schützen Sie Ihre Haut richtig
Die Schweiz hat eine der höchsten Hautkrebsraten weltweit: Jedes Jahr erkranken rund 3300 Menschen an einem Melanom, mehr als 25’000 an hellem Hautkrebs.
Anlässlich des internationalen «Melanoma Monday» machen nun vier zentrale Gesundheitsinstitutionen gemeinsame Sache. Mit einer neuen Aufklärungsoffensive wollen sie das Bewusstsein für UV-Schutz stärken und die Hautkrebszahlen langfristig senken.
Wenn Sonnenliebe zur Schattenseite wird
Ob beim Wandern, am See oder im Garten: Die Schweizerinnen und Schweizer geniessen die Sonne. Doch die Kehrseite zeigt sich in den Statistiken – die Schweiz liegt bei Hautkrebserkrankungen im internationalen Vergleich weit vorne.
Die Hauptursache: UV-Strahlung. Um dem entgegenzuwirken, bündeln das Bundesamt für Gesundheit, die Krebsliga, die Suva und die Schweizerische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie ihre Ressourcen.
Gemeinsam setzen sie auf Aufklärung, klare Empfehlungen und eine neue Informationsplattform.
Schutz für die, die ihn am meisten brauchen
Die Kampagne konzentiert sich auf drei besonders gefährdete Gruppen:
- Kinder: Ihre Haut ist besonders sensibel. Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Hautkrebsrisiko im Erwachsenenalter massiv.
- Berufstätige im Freien: Bauarbeiter, Landwirte oder Gartenpfleger arbeiten oft stundenlang draussen. Ein funktionierender Sonnenschutz muss hier zur Standardausstattung gehören.
- Outdoor-Fans: Ob beim Joggen, Biken oder Wandern – wer sich gerne draussen bewegt, sollte sich vor UV-Strahlen schützen: Schatten suchen, schützende Kleidung tragen und Sonnencreme verwenden.
Früherkennung statt Spätreaktion
In der Schweiz gibt es bislang keine flächendeckenden Programme zur Hautkrebs-Früherkennung. Dabei ist genaues Beobachten der eigenen Haut essenziell. Dermatologe Prof. Dr. med. Olivier Gaide warnt: «Hoffen Sie nicht, dass Hautveränderungen von selbst verschwinden. Lassen Sie sie fachärztlich abklären.»
Sonnenstudio? Besser nicht
Solarien strahlen intensives künstliches UV-Licht aus – mit denselben Risiken wie natürliche Sonnenstrahlen. Neben beschleunigter Hautalterung steigt auch das Hautkrebsrisiko deutlich. Minderjährige dürfen Solarien gesetzlich nicht nutzen. Auch Risikogruppen sollten komplett darauf verzichten.
So bleibt Ihre Haut gesund
- Schatten: Zwischen 11 und 15 Uhr möglichst im Schatten aufhalten.
- Kleidung: Hut mit breiter Krempe, Sonnenbrille, lange Kleidung mit UV-Schutz.
- Sonnencreme: Mindestens SPF 30, grosszügig und regelmässig auftragen.
- Vorsicht bei Solarien: Künstliche UV-Strahlung ist ebenfalls hautschädigend.
- Früherkennung: Hautveränderungen ernst nehmen, ärztlich abklären lassen.
Quelle: Xund24-Redaktion/Krebsliga Schweiz
Bildquelle: Krebsliga Schweiz
